Allgemeines:
Die Proteaceae (Silberbaumgewächse)
sind fast ausschließlich in Südafrika und Australien
heimisch.
Protea cynaroides
(c) South African Tourism |
Der Name leitet sich von dem griechischen Gott
Proteus ab.
Die Pflanzen der Familie Proeaceae gehören zum Fynbos (feiner
Busch), einer einzigartigen Pflanzenwelt die aus verschiedenen Gräsern,
Erikas und Irisgewächsen gesteht.
Die schönsten Vertreter der Proteaceae sind die Proteas und unter
ihnen die Königsprotea (Protea cynaroides) - die besonders
schön gefärbte, große Blumenköpfe aufweist. Ihre
Blüten ähneln den Disteln, und angesichts ihrer Größe
strahlen die roten, gelben, weißen und silbrig leuchtenden Blumen
eine majestätische Würde aus.
Ihre Borke ist recht dick, um sie von den Bränden in der Trockenzeit
zu schützen.
Die Königsprotea gilt auch als die Nationalblume von Südafrika.
Hauptverbreitungsgebiet der Proeaceae am Kap ist von Port Elisabeth
bis zur Westküste um Vanrhynsdorp. Sie umrahmen die Küste
und wachsen hinauf bis in die Gebirgsregionen der Drakensberge
auf über 2.500 m.
Sie wachsen in verschiedenen Böden, von Gebirgssandstein bis in
praktisch reinem Sand entlang der Küstengebiete.
Protea
aristata
(c) South African Tourism |
Der ph Wert des Bodens ist oft sauer, obwohl
einige sogar in Gebieten mit Böden bis pH 8.0 angetroffen
wurden.
Die Kapflora ist oft sehr variablen Klimaverhältnisen ausgesetzt.
Die Höchsttemperatur in den Sommermonaten erreicht in der Region
von Cederberg nicht selten 32°C. Die Temperaturen fallen in den
Gebirgsgegenden andererseits gelegentlich unter den Gefrierpunkt.
Und Schnee fällt regelmäßig in den Wintermonaten auf
den Kap-Bergen.
Proteaceae treten in den Regionen auf, in denen
der Niederschlag 180 bis 2500 mm pro Jahr erreicht.
Viele Arten trifft man auch in Senken an, wo sie die angesammelten
Feuchtigkeitsreserven von den Wintermonaten nützen.
Wichtig für Proteaceae ist auch ein Boden, der eine gute Entwässerung
aufweist, der nicht nur dafür sorgt das die Proteaceae nicht "im
feuchten steht", sondern auch das Wurzelsystem kühlt,
was den Planzen wichtig ist.
Proteas wachsen in Südafrika wild, brauchen aber bei Kultur besonders
als Kübelpflanzen einige Aufmerksamkeit um nach einigen Jahren
eine der unverwechselbaren Blüten zu erreichen - und der Aufwand
lohnt sich.
Aussaat:
Die beste Zeit zu säen
ist dann wenn der Temperatur Unterschied zwischen Tag und
Nacht am größten ist, so ungefähr 12°C.
Man wählt die Jahreszeit aus bei denen der Sämling die besten
Bedingungen vorfindet. Am Kap wäre dies der Herbst oder auch
der Frühling, in Europa der Frühling.
Die Temperaturschwankungen sind sehr wichtig,
da die Samen sonst oft nicht keimen würden.
Protea Samen |
Vorbereitung:
Eine Vorbehandlung der
Samen ist bei den Proteaceaen ebenfalls sehr wichtig und
verhindert den Verlust durch eine Pilzinfektion.
Die Samen werden für ungefähr einer halben Stunde in 50°C
heißem Wasser gelegt. Danach die Samen ausbreiten und trocknen
lassen.
Als Pflanzentopf wählt man einen nicht zu kleinen Topf mit einem
Volumen von einem Liter Erde mit einem sauren pH Wert (ungefähr
5.5), die man wie folgt zusammen setzen sollte:
- 2 Teilen Torf oder verrottete Nadelholzerde
- 2 Teilen grobem Sand (keinen Bausand)
- 1 Teil Perlit oder Styroporperlen
Eine gute Dränage ist notwendig, damit
das Wasser gut abfließen kann.
Das Wasser sollte durch die Erde gut abrinnen können, und die
Feuchtigkeit gut speichern können, da der Samen nie ganz austrocknen
darf.
Bevor der Samen eingepflanzt wird, gießt
man kochendes Wasser über den mit Erde gefüllten
Topf, um Insektenlarven, Unkräuter, sonstige Eier von
Schädlingen, Pilze und Krankheitserreger abzutöten.
Außerdem kann man die Dränage der Erde kontrollieren. Nach
15 Minuten darf keine Wasserlache mehr zu sehen sein, und die Erde
muß gleichmäßig feucht sein.
Leucospermum - Nadelkissenprotea
(c) South African Tourism |
Aussaat:
Wichtig bei der Pflanzenerde ist eine gute Dränage.
Der Samen wird so tief in die Erde gesetzt wie sein Umfang ist. Danach
wird einmal gut angegossen.
Den Pflanzentopf stellt man an einen halbschattigen
Ort. Wichtig ist auch darauf zu achten das sich keine Vögel,
Ratten, Mäuse und andere Insekten an den Samen zu schaffen
machen, ansonsten kann man ewig auf das erste zarte Pflänzchen
warten.
Das austreiben des Samens kann je nach Proteaceae-Art 3 Wochen bis einige
Monate dauern.
Zuerst erscheinen Keimblätter, dann die ersten Blätter.
Wenn die ersten Blätter erschienen sind, kann die Pflanze in die
direkte Sonne gestellt werden. Will man die Pflanze
aus dem Topf in den Garten pflanzen, muß man darauf achten, das
es nie kälter als -7°C im Winter wird.
Man sticht man an einem sonnigen Ort viereckige
Löcher, ungefähr einen halben Meter aus, und füllt
diese mit gut verrottetem Gartenkompost.
Ansonsten sollte man sie in einem Topf weiterkultivieren.
In der warmen Jahreszeit ins Freie stellen, in der kalten Jahreszeit
in einen hellen, kühlen Raum oder ein Gewächshaus stellen
und weniger gießen. Allerdings sollte die Erde immer leicht feucht
sein.
Öfters gut lüften beugt Pilzerkrankungen vor.
Beim Umpflanzen ist auf jeden Fall vorsichtig mit dem empfindlichen
Wurzelwerk umzugehen.
Daher wählt man auch als Aussaattopf einen recht großen
Pflanzentopf.
Haltung und
Pflege:
Königs Protea |
Proteaceae sind in der Natur oft in sehr windigen
Gegenden anzutreffen, daher ist eine gute Luftzirkulation
wichtig um Pilzinfektionen zu vermeiden.
Der Boden um die Pflanze wird am besten mit Rindenmulch bestreut, der
für geringen Unkrautwuchs sorgt und die Wurzeln kühl und
feucht hält.
Proteaceae wachsen in der Natur in relativ
nährstoffarmen Gebieten. Aus diesem Grund für Dünger
leicht zu Wurzelverbrennungen.
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