Die
Entstehung von Wein. Von der Traube am Weinfeld
bis zur Flasche Wein.
Dieser Bericht ist nicht dazu bestimmt aus einem Weinliebhaber
einen Winzer zu machen.
Er soll vielmehr dazu beitragen zu erklären wie Wein entsteht,
um das Ergebnis im Weinglas mit anderen Augen zu sehen. |
| Allgemeines: |
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Auf der Fahrt durch die Weinberge
kann man sie noch hin und wieder entdecken, die
Bush Vine.
Weinstöcke die nicht an Drähten hochgezogen wachsen,
sondern ganz ohne Pfähle wachsen.
Meistens sind sie sehr alt und ertragarm, aber meistens von überdurchschnittlicher
Qualität, was sich meist auch am Preis bemerkbar macht.
Mittlerweile haben die meisten Weinmacher erkannt das die Zukunft
des südafrikanischen Weinbaues im Qualitätswein liegt
und beschränken den Ertrag und pflegen die Weinstöcke
dementsprechend.
Auch wenn die Jahreszeiten denen
auf der Nordhalbkugel entgegengesetzt sind, sind
die Abläufe im Weinfeld die Gleichen.
Im Winter und Frühling wird der Rebschnitt durchgeführt.
Der Austrieb der Blüten findet im Frühling statt.
Laubarbeit und Ausdünnen des Ertrages im Sommer.
Weinlese im Herbst. Am Kap werden Ende Januar, Anfang Februar
die frühen Weinsorten gelesen, die spätreifenden Rotweintrauben
Ende März, Anfang April.
Meisten werden die Trauben mit Erntemaschinen eingebracht. Allerdings
wird auch oft mit der Hand gelesen.
Besonders qualitätsbewusste Winzer ernten sogar Nachts,
wenn die Temperaturen am niedrigsten sind, um das Erntegut möglichst
unbeschädigt in den Keller bringen zu können.
Die Kellerwirtschaft in Südafrika, mit hochmodernen technischen
Ausrüstungen weist einen hohen Level auf und gehört
zu den modernsten der Welt. |
| Bereitung von Weißwein: |
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Sind die Trauben im Keller angelangt
werden sie zuerst entrappt (von den Stielen entfernt)
und gemahlen.
Beim Mahlen wird Schwefeldioxid zugesetzt um die Oxydation und
die bakterielle Verunreinigung zu verhindern.
Meist kann aufgrund der hochwertigen Traubenqualität am
Kap die Schwefelmenge niedrig gehalten werden.
Um den Charakter der Rebsorte zu erhalten wird oft die Maische
heruntergekühlt.
Die Maische wird meist in Membranpressen, die sehr schonend arbeiten
gepreßt.
Der erste Most beim Beginn der Pressung ist der Hochwertigste,
der Most am Ende der Pressung wird meist für die Destillation
oder Minderwertige Weine verwendet.
Nach der Pressung wird der Wein geklärt indem der für
12 - 24 Stunden in Klärbehälter gepumpt wird, in dem
sich Trubteilchen wie Schalenteile und Kerne absetzen können.
Manchmal werden auch mechanische Separatoren verwendet.
Durch Zugabe von Reinzuchthefe wird die alkoholische Gärung
des Mostes in Gang gebracht.
Oft werden die Gärbehälter auf Temperaturen von 14
bis 15 Grad heruntergekühlt um den Charakter und die Frische
zu bewahren.
Nach der Gärung wird der Wein zwei- bis dreimal abgestochen.
(das heißt in einen anderen Behälter ohne die Ablagerungen
umgefüllt)
Beim Letzten Abstich wird der Wein geschönt.
Es folgt eine Filtration durch den Separator.
Danach werden die Weine miteinander verschnitten.
Manche Weißweine werden in kleinen Holzfässern, sogenannten
Barriques ausgebaut.
Wobei die Aromen des Holzes nicht den sortentypischen Geschmack
des Weines überlagern sollten.
Bei manchen Weißweinen wird noch ein biologischer Säureabbau
durchgeführt um die Struktur und die Stabilität zu
erhöhen.
Die Milchsäuregärung wird oft durch Bakterienkulturen
eingeleitet.
Bei frischen Sauvignon Blanc ist ein Säureabbau meistens
unerwünscht. |
| Bereitung von Rotwein: |
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Sind die Trauben im Weinkeller
angelagt werden sie zuerst entrappt (von den
Stielen entfernt) und gemahlen.
Meist kommt die Maische in einen Edelstahltank zum Gären,
hin und wieder werden auch offene Gärbehälter, oder
Steinbotiche verwendet. Bei Bedarf wird die Maische geschwefelt
um die Oxydation zu verhindern.
Um ein Höchstmaß von Farbe und Aroma aus den Beerenschalen
zu erhalten wird die Maische ein bis zweimal am Tag über
den Tresterhut gepumpt. Entweder manuell oder maschinell.
Dabei ist es die Kunst des Weinmachers zu verhindern das der
Endwein nicht zu viele Tanine erhält und zu gerbstoffreich
wird.
Im Normalfall bleibt der Rotwein auf den Schalen bis er trocken
geworden ist.
Wird der Kontakt mit den Schalen kurz gehalten erhält man
einen frischen, jungen Rotwein ohne allzu kräftiger Farbe.
Der Wein nach der Gärung abgepumpt, die festen Bestandteile
werden in Membranpressen gepresst.
Dabei ist der Wein der ohne viel Druck aus der Presse fließt
der hochwertigste.
Nach der Gärung wird mit Hilfe von künstlich zugesetzten
Bakterienkulturen die Milchsäuregärung (malolaktische
Gärung) eingeleitet.
Dabei handelt es sich um einen Säureabbau, der den Säuregehalt
des Weines mildert und seine Komplexität und Stabilität
erhöht.
Die Weine werden in Lagerfässer gepumpt.
Sehr oft werden auch kleine Holzfässer mit 225 Litern Inhalt,
sogenannten Barriques verwendet.
Wobei die Aromen des Holzes nicht den sortentypischen Geschmack
des Weines überlagern sollten.
Hin und wieder werden auch "geholzte" Weine erzeugt,
indem Holzlatten in die Edelstahlfässer montiert werden,
oder Eichenchips in die Tanks geworfen werden.
In diesen Fässern lagert und reift der Wein dann für
6 bis 24 Monate.
Zwei bis dreimal wird der Rotwein in den ersten sechs Monaten
abgestochen. Das heißt der Wein wird vorsichtig ohne Bodensatz
in einen anderen Behälter umgefüllt.
Der Wein wird geschönt, das heißt der Wein wird geklärt
und stabilisiert. Meistens wird Eiweiß oder Betonit dazu
verwendet. Es folgt die Filtration, die den Wein klar und stabil
macht.
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| Die Abfüllung: |
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Der fertige Wein wird maschinell
in Flaschen gefüllt. Hochwertige Weine reifen
noch eine Zeitlang im Keller bevor sie an den Kunden
verkauft werden, und dieser das Ergebnis genießen
kann. |
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